Presseartikel
Jacobs Zahntechnik in der Presse
Vorreiter in der Implantatprothetik – ZT Juni 2009
Die Zahntechnik Jacobs aus Würselen gilt seit Jahren unter anderem als Spezialist im Bereich der Implantatprothetik. Das Labor war im Februar 2009 Austragungsort einer Fortbildungsveranstaltung für Zahnärzte unter der Leitung der bekannten Experten Dr.Sjoerd Smeekens und Dipl.-ZT Olaf van Iperen.
Dabei ging es um die Frage, welche Vorteile verschraubbare Stege und Brückengerüste in industriell gefräster Qualität für den Zahnarzt bieten? Die Antwort lieferten Smeekens und van Iperen anhand einer eindrucksvollen Demonstration des Compartis ISUS von DeguDent. Insbesondere gegenüber dem traditionellen Gussverfahren bietet diese neuartige Fertigungsoption deutliche Vorteile: Bei Compartis ISUS kommt eine „gefräste Qualität“ zum Tragen, die für hervorragende Spannungsfreiheit bei hoher Werkstoffgüte bürgt. Die beiden Referenten konnten dies aus eigener Erfahrung bestätigen.
Außerdem können Anwender zwischen den Material-Alternativen Kobalt-Chrom und Titan wählen. Hinzu kommt eine interessante Vereinfachung, welche die Zahntechnik Jacobs dem Zahnarzt mit ihrem Festpreisangebot bietet.
So kann er bereits beim ersten Beratungsgespräch nicht nur einen medizinisch profunden, sondern gleichzeitig preislich präzisen Therapievorschlag unterbreiten, der die Wünsche und finanziellen Möglichkeiten des Patienten vollständig berücksichtigt.
Mit dem zusätzlichen Angebot verschraubbarer Stege und Brückengerüste erweist sich die Zahntechnik Jacobs einmal mehr als zuverlässiger und innovativer Partner des Zahnarztes. So ergänzt das Unternehmen gezielt seinen Schwerpunkt Implantologie und bietet dort einen umfassenden Service von der softwaregestützten Behandlungsplanung über die Bereitstellung von Bohrschablonen bis zur individuellen prothetischen Lösung.
Der individuelle unbezahnte Abdrucklöffel – ZT 5/99
Der individuelle unbezahnte Abformlöffel des oberen bzw. unteren Kiefers.
Wer schöne Zähne hat, hinterläßt einen guten Eindruck. Für Menschen, die häufig in Kontakt mit anderen stehen, sind die Zähne die zweite Visitenkarte.
Was ist aber mit den Menschen, die alle ihre Zähne (wodurch auch immer) verloren haben?
Der Zahnverlust aller Zähne in der heutigen Zeit ist schlimm genug. Schlechter Zahnersatz ist schlimmer.
Einige unserer Urgroßeltern zeigten mit Stolz die Pracht ihres vollen Gebisses, mit der Behauptung, sie hätten in ihrem Leben nie Zahnschmerzen verspürt. andere ließen sich einen oder mehrere Bösewichte „reißen“, wie man seinerzeit sagte, und lebte vielleicht mit einem nach heutigen Gesichtspunkten primitiven Zahnersatz.
Der totale Zahnersatz fordert eine Vielzahl von zahnärztlichen – und zahntechnischen Können und Disziplin, die step by step angewendet werden müssen.
Die Kenntnis des Zahntechnikers über die anatomischen Verhältnisse der Mundhöhle ist Voraussetzung für das Verständnis, die die Funktion des Kausystems den Zahnersatz beeinflussen können. Ein Stück Lebensqualität kann also zurückerobert werden. Ein Ziel ist kein Schicksal, sondern gibt die Richtung vor.
Unser Thema: Der individuelle unbezahnte Abformlöffel des oberen bzw. unteren Kiefers. Unser Ziel: höchste Passgenauigkeit
Eine Modellanzeichnung für den Ober- bzw. Unterkieferlöffel auf dem Vormodell ist unentbehrlich. Sie gibt die genaue Länge (die Extension) des Funktionslöffels an.
1 Rachenbläserfalte (Plica pterygomandibularis)
2 Molarendreieck (Trigonum retromolare)
3 Radius des großen Kaumuskels (M. masseter)
4 Retromolare Flügel
5 Kieferzungenbeinlinie (Linea mylohyoideus)
6 Bukkinatortasche (M. buccinator) – Trompetermuskel
7 Sublingualrolle (Kinnzungen- ,Kinnzungenbein-
Kieferzungenbeinmuskel)
8 Wangenbändchen (Frenulum buccae)
9 Mundringmuskel (M. orbicularis oris)
10 Lippenbändchen (Frenulum labii inferiores)
11 Zungenbändchen (Frenulum linguae)
Der Funktionslöffel im Unterkiefer:
- Lippenbändchen ( Frenulum labii inferioris) evt. aussparen
- Wangenbändchen (Frenulum buccalia) je rechts und links in Höhe der Prämularen, aussparen
- Zungenbändchen(Frenulum linguae) hier sind zusätzlich die Speicheldrüsenausgänge zu entlasten
- Unterzungenrolle (Sublingualrolle) 4 mm-Rolle ausAbformmaterial zur der Sublingualtasche, bei Extensionsabformung
- Rachenblasenfalte (Plica pterygomandibularis) je rechts und links hinter dem Tuberculum alveolare mandibulae, ist nicht zu überschreiten
Lateral vom trigonum liegt die Schleimhaut-Muskel-Knochen-Tasche. Sie kann zur Abstützung der Prothese herangezogen werden. Der musculus masseter (großer Kaumuskel) liegt im Aktionsradius des vorderen Randes in diesem Gebiet. Sie muß berücksichtigt werden.

Medial hiervon liegt die Buccinatortasche, die durch die Prothesevoll ausgefüllt werden soll.
Dorsal von der Mundbodenleiste liegt ebenfalls ein muskelfreier Raum, der durch flügelartige Fortsätze ausgefüllt werden kann.
In dieser Region kann bei vielen zahnlosen Menschen die Prothesenbasis in Form von sogenannten retromolaren Flügeln extendiert werden und zwar vom Tuberculum alveolare mandibulae aus nach dorsal und kaudal. Diese retromolaren Flügel können einer Unterkieferprothese einen besonderen Halt gegentransversal nach vorn und oben gerichteten Kräften geben. Unter dem Rand des Mundringmuskels, in die sogenannte Kinnrinne, ist in vielen Fällen eine Extendierung möglich.
Die besonderen Schwierigkeiten liegen in den anatomischen Verhältnissen des Unterkiefers, die sehr viel ungünstiger als im zahnlosen Oberkiefer sind.
Der Funktionslöffel im Oberkiefer:
- Lippen- und Wangenbändchen aussparen
- im Tuberwangenraum, der Umschlagfaltenbereich am Tuber maximale muss der Löffel den Tuber voll umfassen, darf aber die Rachenbläserfalten jeweils rechts und links, dorsal der Tuber nichteinengen.
- Die Jochbein-Alveolar-Leiste (Crista infra zygomatica) kann als knöcherne Unterlageder Umschlagfalte Druckstellen entstehen lassen, wenn der Löffelrand zu lang oder zu dick ist. Insbesondere bei stark abgebauten Alveolarfortsatz muss dies beachtet werden.
- Grundsätzlich gilt, daß die AH-Linie und die Nasenblaslinie nicht identisch sind. Immer liegt die AH-Linie etwas dorsal (also etwas weiter nach hinten) der Nasenblaslinie.
1 Rachenbläserfalte (Plica pterygomandibularis)
2 AH-Linie
3 Tuberwangenraum
4 Jochbein-Alveolar-Leiste (Crista infrazygomatica)
Trompetermuskel
5 Wangenbändchen (Frenulum buccae)
6 Mundringmuskel (M. orbicularis oris)
7 Lippenbändchen (Frenulum labii superioris)
Es gibt also eine ganze Reihe von anatomischen Strukturen, die beachtet werden müssen. Sie können, wenn sie nicht beachtet werden, ein Abheben der Prothese von ihrem Lager bewirken. Der individuelle Funktionslöffel darf also die angezeichneten Linien nicht unter-bzw überschreiten.
Die Löffelstärke beträgt:
- im sublingualem Raum 3-4 mm
- an der Kieferzungenbeinlinie 1,5 bis 2 mm
- am Tuber- und Molarendreieck 1 mm
- im buccalen Bereich OK und UK 2 mm
- am Kinnring- und Mundringmuskel 1 mm
Der Löffel muß später beim Anpassen im Mund des Patienten ruhig liegen. Die dorsale Löffelbegrenzung wird ebenfalls vor der endgültigen Abdrucknahme noch einmal kontrolliert. Hierbei findet wieder der Nasenblaseffekt Anwendung.
In der Ruhelage existieren selbstverständlich fast keine Kräfte, welche im Sinne einer Trennung der Prothese von Ihrer Unterlage wirken. Sobald funktionelle Kräfte auftreten, z.B. Herausstrecken der Zunge, die die Prothese abheben könnten, wird der Halte durch das Ansteigen der Spannung am Rande, infolge des Anhebens des Musculus genioglossus, erzeugt.Bei der Abrucknahme des Unterkiefers lässt der Zahnarzt also den Patienten die Zunge herausstrecken und nach rechts und links bewegen. Zudem hebt er die Wangenpartie rechts und links leicht an.
Bei der Abrucknahme der Oberkiefers lässt er den Patienten verschiedene mimische Bewegungen durchführen, z.B. „Kußmündchen“ machen, wobei er den Abdrucklöffel mit einem Finger in seiner Position hält. Dadurch verkleinert sich vorübergehend die Oberfläche des vorderen Mundhofes, weil die Schleimhaut kurzfristig dem Mundvorhof entweicht.
Je nach Handhabung des Zahnarztes werden Löffelgriffe angefertigt.
Es gibt verschiedene Arten:
- Löffel mit Fingerstützen, jeweils einen auf jeder Seite der Molaren und einen im Frontzahngebiet
- Löffel mit einem Griff, er sollte, wenn er aus dem Mund herausragt, eine Höhe von ca. 10 mm haben
- Löffel mit eingebautem Faden im Frontzahngebiet speziell für Unterkiefer
Die spätere Prothese soll:
- myodynamisch (die im Gewebe durch Kontraktion der Muskeln ablaufenden Vorgängen betroffen) sein,
- eine größtmögliche Basis erhalten,
- den Spalt zwischen Prothesesbasis und Schleimhaut so klein wie möglich halten. Der dazwischen liegende Speichel, insbesondere der mucöse Speichel, wirkt wie ein Klebstoff. So verstärken Kapilarkräfte zusätzlich den Prothesenhalt.
„Small things make a perfection, but perfection is no small thing“
(Lehrsatz bei Rolls Royce)
Zahntechnik Jacobs GmbH
z. H. Frau Veronika Huypen
Morsbacher Straße 24
52146 Würselen
Tel. 02405-87888-0 (Herr Pleyers)
Fax. 02405-83440
Edge up-Technik – eine Alternative zum Veneer?
Edge up©
| Edge up© – Keramische Restaurationen im Frontzahnbereich Zahnsubstanzschonende Edge up© -Technik – eine Alternative zum Veneer Der Wunsch des Patienten nach einer zahnschonenden Behandlung und natürlicher Anpassung an das Restgebiß stehen im Vordergrund der Zahnmedizin. Dieser wird von der Zahntechnik mit handwerklicher Präzision und hohem fachlichem Wissen ergänzt. Einleitung Die Suche nach einem idealen Material zum Ersatz fehlender Zahnsubstanz wird auch weiterhin das zentrale Bemühen moderner Dentalforschung sein. Die Industrie hat eine breite Skala von Werkstoffen untersucht und auf den Markt gebracht. |
Ein ideales Material muß unauffällig gegen alle Einflüsse des Mundmilieus sein, in seinem physikalischen Eigenschaften sowie seinem Aussehen dem natürlichen Dentin und Zahnschmelz ähnlich sein. Einfache und überschaubare Herstellungsverfahren sind ebenfalls erwünscht.
Metallfreie Restaurationen erfüllen in unübertroffener Weise den Wunsch nach perfekter Ästhetik.
Die stetigen Neu- und Weiterentwicklungen verlangen ein Umdenken in der Indikationsstellung und Behandlungsmethode, sowie die Aneignung neuer Praktiken beim Umgang mit diesen innovativen Werkstoffen.
Zu den neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet zählen mikroinvasive keramische Restaurationssysteme, wie die Edge up© -Technik.
Unser Unternehmen hat diese in der Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der RWTH-Aachen von Frau Dr. Dr. Carolin Kuntze und Frau Dr. Julia Fischer entwickelte Technik von Seiten der Zahntechnik begleitet.
Zum Einsatz kamen nach anfänglichen Ausführungen in Glaskeramik (DICOR) Restaurationen aus Presskeramik (IPS-Empress).
Anfertigung eines Edge up© aus IPS-Empress
Mit dem IPS-Empress-System ist es möglich, die individuellen farblichen Strukturen eines Zahnes detailgetreu und mit hervorragender Passgenauigkeit zu rekonstruieren. Dies ist für die Herstellung eines Edge up© von besonderer Bedeutung, weil hier die Präparationsgrenze meistens über der labialen Fläche des Zahnes verläuft und dieses Kriterium für den Zahntechniker eine besondere Herausforderung darstellt.
Farbauswahl: Der Zahnarzt / Zahntechniker ermittelt an Hand der Farbnahme mit dem Chromascop Farbring und der Stumpffarbnahme mit dem Stumpfmateriel-Farbschlüssel die gegebene Patientensituation.
Dieser Arbeitsgang dient in erster Linie der Auswahl des entsprechenden Rohlings.
Die endgültige individuelle Farbgestaltung – Maltechnik – erfolgt durch den Techniker im Labor direkt am Patienten. Nur so kann ein Ergebnis erzielt werden, dass allen Anforderungen gerecht wird.
Als Arbeitsunterlage dient ein Modell aus Superhartgips. Die Zahnrestaurationen
beim IPS-Empress-System erfolgt nach dem ´Lost Wax-Prinzip.
Die Arbeit wird in rückstandslos verbrennenden Wachs modelliert und eingebettet.
Ist die Muffel vorgewärmt, wird die leucitverstärkte Keramik -Rohling – im Pressofen EP500 mit Druck in die Muffel gepreßt.
Nach dem Ausbetten der gepressten Objekte werden diese vorsichtig aus dem Gipsstumpf ausgearbeitet – Gummipolierer – und in der Maltechnik den ästhetischen und anatomischen Anforderungen entsprechend fertiggestellt.
Das Ergebnis ist eine Restauration von hoher Ästhetik und hervorragender Gewebeverträglichkeit.Das Edge up© aus IPS-Empress muß analog zum Verfahren bei Inlays im Backenzahnbereich vor dem einsetzen geätzt und silanisiert werden.
Fazit
Das Edge up© stellt eine ästhetische Rekonstruktion im Frontzahnbereich dar, daß, im Gegensatz zu den Präparation bei Veneers, zahnsubstanzschonender ist. An den Zahntechniker stellen sich jedoch aufgrund der Farbgebung erheblich höhere Qualitätsansprüche.
10 Jahre praktische Erfahrung mit Vollkeramischen Materialien (Dicor, Empress) und mehr als 3.000 eingegliederte Inlays und Kronen dokumentieren überwiegend positive klinische Ergebnisse. Diese Erfahrungswerte in Hinblick auf neue Systeme müssen erst erbracht werden!
Der Klinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Präventive Zahnheilkunde der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen danken wir für die Abbildungen.
Korrespondenzadresse:
Zahntechnik Jacobs GmbH
Paul-Alfred Knops
Morsbacher Straße 24
52146 Würselen
Tel. 02405-878880
Fax 02405-83440
Literatur:
Dr. med. Dr. med. dent. Carolin Kuntze, Dr. med. dent. Julia Fischer:
Das keramische Edge up© im Frontzahnbereich – ein neues restauratives Verfahren
Quintessenz 47, 10, 1411-1423 (1996)





